Projekt Verkehrserziehung für SenioreInnen

Projektbericht von Peter Liskowsky, Seniortrainer

Bericht der MAZ vom 11.2.11 über eine Veranstaltung mit Peter Liskowsky

SICHERHEIT: Der richtige Reifen kann Leben retten
Verkehrsexperte informierte ältere Ziesaraner über aktuelle Regeln

ZIESAR - Wer täglich als älterer Mensch zu Fuß, mit dem Rad oder als Autofahrer unterwegs ist, hat schon Situationen erlebt, bei denen er sich unsicher war. Fragen wie diese tauchen oft auf: Kann ich hier parken? Benutze ich den Radweg in der richtigen Richtung? Wie verhalte ich mich richtig, wenn ich in einen Kreisverkehr fahre? Da hilft es meistens nur, das Wissen, das vor vielen Jahren bei der Fahrprüfung erworben wurde, in einer Verkehrsteilnehmerschulung aufzufrischen. Solch eine Schulung fand am Mittwoch in der Begegnungsstätte Breiter Weg 1 in Ziesar statt. Die Leiterin der Sozialstation Ziesar, Petra Köhlmann, vom Pro Seniorenpflegedienst organisierte erstmals eine Verkehrsteilnehmerschulung extra für ältere Menschen.

Der Kurs soll den älteren Menschen helfen, Wege zu Fuß, mit Bus und Bahn, mit dem Rad und mit dem Auto sicher zurückzulegen und so ihre Mobilität zu erhalten. Das Wissen vermittelte Peter Liskowsky. Der Experte erarbeitete gemeinsam mit den zwölf Teilnehmern des Kurses, was sich alles mit dem zunehmenden Alter verändert. „Dazu gehören die Reaktionsgeschwindigkeit, das Sehen und das Hören eines Menschen, ganz natürliche Erscheinungen“, versichert Liskowsky. „Die Folge: Viele Menschen werden dadurch unsicher im Straßenverkehr.“ Peter Liskowsky ist ausgebildeter Seniortrainer für Verkehrsteilnehmerschulungen in Potsdam-Mittelmark. Die Ausbildung legte der gelernte Verwaltungsfachwirt bereits zu Beginn der 90er-Jahre ab. Der 66-Jährige kann oft aus eigenen erlebten Situationen sprechen.

„Die Teilnehmer in Ziesar haben gut mitgemacht“, lobte der Moderator. So stellten sie Fragen zu Verkehrsschildern. Sie wollten wissen, wo und wie sie einen Radweg befahren dürfen. Oder was ein rundes blaues Verkehrsschild bedeutet, auf dem sich oben ein Radfahrer und unten ein Fußgänger befinden. Veranschaulicht wurde das ganze durch entsprechendes Bildmaterial.

Zum richtigen Verhalten im Straßenverkehr gehört auch ein verkehrssicheres Fahrrad, berichtete der Seniortrainer. So zeigte Liskowsky den Teilnehmern einen Fahrradmantel, der mit einem Reflektorstreifen versehen war. Dies schützt die Radler in der Dunkelheit, weil sie für Autofahrer besser zu sehen sind.

Die zwei Stunden, die diese Schulung dauerte, vergingen sehr schnell. Viele unbeantwortete Fragen standen noch im Raum. Die Frauen und Männer waren sich aber einig, dass es bald eine Fortsetzung gibt. Das Programm „sicher und mobil“ will Menschen ab dem 50. Lebensjahr erreichen, ihnen Neuerungen im Verkehrsrecht oder Veränderungen in der Straßenverkehrsordnung erläutern. „Oft fährt man nach Gewohnheit“, weiß Liskowsky.

Wer solch eine Verkehrsteilnehmerschulung in seinem Verein anbieten möchte, kann sich an Peter Liskoswky wenden unter 0 33 81/56 39 38 . (Von Silvia Zimmermann)