Adventsmarkt am 4.12.2010 in Görzke:
Adventsgeschichte mit Seniortrainer Siegfried Günther und seinen Marionetten
Görzke ist eigentlich bekannt durch seine Töpferwerkstätten und den
Töpfermarkt. Vor der Wende war Görzke auch bekannt durch seine
Puppenfabrikation.
Das Ost-Sandmännchen wurde in Görzke geboren.
An dieser Tradition knüpft Seniortrainer Siegfried Günther an, wenn er an
Görzkes Schule Marionettenbau und Marionettenspiel anbietet.
Der studierte Maschinenbauer hat sich im Ruhestand zum "Strippenzieher" (siehe
www.strippenzieher-online.de)
entwickelt.
Heute, am 4. Dezember, und auch morgen am 2. Advent spielt er mit seinen
Schülerinnen im Werkhof von Görzke die Adventsgeschichte
"Skandal in Nazareth" von Andrea Hofmann in Überarbeitung von Siegfried
Günther
Personen:
Martha Conny
Sara Monique
Opa Schulze Siegfried
Maria Monique
Josef Nico
Ort: Auf dem Marktplatz von Nazaret
Martha (zum Publikum): Gestern war vielleicht ein blöder Tag. Ich musste unseren guten alten Esel verkaufen um die Einkommenssteuer zu bezahlen. Mein Ephraim hat sich noch die Haxe verstaucht und dann kommt meine Schwester Sara und erzählt mir auch noch dass mit unserer Maria was nicht in Ordnung ist. Sie musste dann schnell weg und konnte nicht weiter erzählen, ah, da kommt sie ja. Friede sei mit dir. |
Sara: und mit dir. Martha: Ich konnte kaum schlafen. Was ist mit Maria? Sara (räuspert sich etwas verlegen): Na, setz dich erst mal hin. Also, bevor du es von den Leuten aus dem Dorf hörst: Unsere Maria erwartet ein Kind! So! Jetzt ist es endlich raus. |
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Sara (seufzt tief): Maria selbst! Martha (sackt etwas zusammen und sagt nach einer Weile): Was? Dann ist es also wahr! Sara : Ja, Maria würde niemals lügen. Du und ich wissen, sie würde niemals etwas Unwahres sagen. (Fängt leise an zu schluchzen) …und Josef ist nicht der Vater. |
Sara (schluchzt weiter): Eu jeu jeu jeu, das arme Kind, eu jeu jeu jeu! Martha: Wir müssen es geheim halten. Kein Mensch darf es
wissen, hörst du Sara, niemand darf ein Wörtchen davon erfahren. Wir feiern
so schnell wie möglich die Hochzeit von den beiden schließlich sind sie ja
schon verlobt. Vielleicht merkt dann nicht mal Josef ...(kichert).. Ja so
kann es gehen. Kein Sterbenswort , hörst du Sara !!! Du musst nur mit Maria
reden, dass sie zustimmt, dass wir noch vor Weihnachten die Hochzeit
ausrichten. |
Sara: Ja, ich glaube, das ist gut. (will weg gehen doch dann fällt ihr noch was ein) Martha : Und das alles, wenn sich mein Ephraim die Haxe verstaucht, gütiger Himmel wie soll das nur werden? |
Sara : Und was ist wenn Josef misstrauisch wird? So eine kurze Verlobungszeit will er eigentlich nicht…
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Sara : Schalom, aber ich muss jetzt weiter, bis bald! Martha (grimmig) : Ephraim hat sich den Fuß verstaucht Opa: Der Arme…und….was ist noch? Martha : Was und? Ich musste unseren Esel verkaufen. |
Opa : u – oh, da kommt ja Maria. Hallöchen Maria, wie geht’s denn so? |
Maria : Danke sehr gut, lieber Opa. Es hat sich seit gestern gar nicht viel verändert. |
Martha (Zischt Opa leise an): Hast du sie gestern etwa wieder über unsere Familie ausgehorcht? |
Maria: Keine Angst Tante Martha, ich habe ihr nichts erzählt, was nicht jeder wissen darf. |
Martha (fällt ihn Ohnmacht!): Ohhhhh Alle stürzen hin um ihr zu helfen. Inzwischen kommt auch Josef .. |
Josef : Ja, was ist denn hier los? Martha (setzt sich auf und fragt matt): Was hier los ist? Ein Skandal, ein richtiger. Josef : Ein Skandal in Nazareth? Das ist ja prickelnd..
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Opa : Ach du Schreck. Martha (fällt ihn Ohnmacht!): Ohhhhh (Opa kümmert sich um Martha die wieder aufwacht und sich hin stellt.) Martha : Aber Maria… Opa (fällt ihr ins Wort): Aber das ist doch kein Skandal, Wieso ein Skandal, Martha?? Das ist doch wohl eher eine Sensation. Noch dazu eine, um die dich und deine Familie ganz Israel beneiden wird. Maria hat mir alles erzählt was der Engel gesagt hat. |
Josef : Also da wir ja gerade sowieso schon im Mittelpunkt stehen will ich erzählen, was mir in der letzten Nacht passiert ist. Ich wollte nach Gottes Geboten handeln, aber auch Maria nicht öffentlich bloßstellen. So überlegte ich, die Verlobung stillschweigend aufzulösen. Aber dann kam dieser komische Traum in dem der Engel zu mir sprach: "Josef, du Nachkomme Davids, zögere nicht, Maria zu heiraten! Das Kind, das sie erwartet, wird ein Sohn sein, den sollst du Jesus nennen. Denn er wird die Menschen seines Volkes von ihren Sünden befreien." Na ja, darum werde ich Maria heiraten. GOTT will es so und ich auch. |
Maria : Ist das nicht großartig? Josef : Ich hoffe nur, dass der Knabe nicht kommt, bevor wir in Betlehem bei der Volkszählung waren. Opa: Dann macht euch mal auf die Socken, denn das könnte
knapp werden. |
Das Spiel ist aus. Maria, Josef, Opa, Martha, Sara ab in die Kiste! |
Nico Monique Conny Siegfried |